Coenzym Q





Coenzym Q - Kurz-Portrait

Coenzym Q10 ist eine körpereigene Substanz, die auch Ubichinon genannt wird. Sie wurde 1957 von dem amerikanischen Arzt Dr. Karl Folkers erforscht. Er erkannte auch als erster die entscheidende Wichtigkeit von Q10 für Zellatmung, Immunsystem und Energieproduktion (Zellenergie = ATP, Adenosin-Tri-Phosphat).

Die höchste Konzentration von Q10 wird im Herzmuskel gefunden. Heute weiß man, daß Herzkrankheiten durch Mangel an Q10 entstehen und durch entsprechende Einnahme von Q10 geheilt werden können.
Nach der Veröffentlichung des Buches "Herzwunder" von Bliznakov ist das Coenzym Q10 auch bei uns in Deutschland bekannt geworden, sehr zu Recht, denn es handelt sich um einen für die Energieproduktion der Zellen und für die Herzleistung sehr wichtigen Nährstoff. Das Coenzym Q10 spielt im Zellstoffwechsel eine Rolle und ist unentbehrlich für ein kräftiges Immunsystem.

Mangel, der vor allem bei altersbedingtem Nachlassen der körpereigenen Produktion von Q10 auftreten kann, äußert sich in Erkrankungen des Herzens und der Gefäße, Bluthochdruck, Diabetes oder auch Zahnbetterkrankungen.

Vor allem die günstige Wirkung vom Q10 auf die Herzleistung ist wissenschaftlich nachgewiesen. In einer Studie von S.A. Mortensen mit Patienten, die an Herzinsuffizienz litten, zeigten sich so gute Erfolge, daß 8 von 12 Patienten, die auf Digitalis und Diuretika nicht ansprachen, eine deutliche Besserung verzeichneten, nachdem sie vier Wochen mit Tagesdosen von 100 mg Coenzym Q10 behandelt worden waren. Ähnlich günstige Resultate zeigten sich auch bei Herzrhythmusstörungen und bei Kardiomyopathien.

Meistens wird für die Therapie von Herzkranken Coenzym Q10 mit anderen Stoffen kombiniert, die sich bei Herzleiden bewährt haben. Dazu zählen vor allem L-Carnitin, omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA), Magnesium, Bromelain und Knoblauch.

Beim Zellstoffwechsel in den Mitochondrien werden Kohlehydrate, Fette und Eiweiße in chemische Energie (ATP) umgewandelt. Diese "Energie-Fabrik" kann aber nur optimal arbeiten, wenn während des Stoffwechsels genügend Q 10 zur Verfügung steht. Sobald der Körper großer Belastung ausgesetzt ist, sind die Q10-Reserven schnell erschöpft und müssen erneut aufgefüllt werden.

Rind- Hühner- und Schweinefleisch, Fisch und Eier, Nüsse und Broccoli sind die ergiebigsten natürlichen Quellen von Q10. Außerdem bildet unsere Leber auch einen Teil Q10. Ab dem 35. Lebensjahr nimmt diese Fähigkeit allmählich ab.

Eine Einnahme-Empfehlung sollte auf das Körpergewicht bezogen werden: man rechnet mit 3 bis 10mg pro Kilogramm Körpergewicht als wirksame Dosierung.

Informationen zu einer Ernährungsoptimierung bei Borreliose und chronischen Erkrankungen finden Sie hier: Ernährungstipps bei Borreliose und chronischen Erkrankungen

Parkinson: Coenzym Q10 kann Verlauf bremsen
Dallas/Bethesda (dpa) - Die häufig in Vitamin-Präparaten enthaltene Substanz Coenzym Q10 kann US-Forschern zufolge möglicherweise den Krankheitsverlauf von Parkinson verlangsamen. Mit einer täglichen Dosis von 1200 Milligramm Q10 behandelte Patienten hätten 44 Prozent geringere Einbußen bei ihren geistigen und motorischen Fähigkeiten gezeigt, berichten die Wissenschaftler um Clifford Shults von der Universität von Kalifornien (San Diego) im Fachblatt "Archives of Neurology" (Bd. 59, S. 1541). Allerdings seien bislang nur 80 Parkinson-Erkrankte in die Studie einbezogen worden, eine größere klinische Untersuchung müsse die Ergebnisse vor einer umfassenden Anwendung der Substanz absichern. Alle bisher bekannten Medikamente könnten Parkinson-Symptome nur abmildern, ihre Ausprägung aber nicht verlangsamen, teilten die US- Gesundheitsinstitute in Bethesda (Bundesstaat Maryland) mit, die die Studie unterstützt haben. Das Coenzym Q10 verbessere nach Meinung der Forscher die Funktion der so genannten Mitochondrien, der für die Energieversorgung zuständigen "Kraftwerke der Zellen". Vorangegangene Studien hatten gezeigt, dass Parkinson-Erkrankte in ihren Mitochondrien weniger Q10 als gesunde Menschen besitzen, und dass bei ihnen die Funktion dieser Zellbestandteile beeinträchtigt ist. In Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass Q10 die von Parkinson betroffenen Hirnbereiche vor Beschädigungen schützen kann. Shults hatte in seine Studie 80 in einem frühen Stadium an Parkinson erkrankten Patienten einbezogen, die 16 Monate lang in vier verschiedenen Gruppen behandelt wurden. Eine war mit einem wirkungslosen Placebo, zwei weitere mit niedrigen Q10-Dosen (300 und 600 Milligramm täglich) und eine mit 1200 Milligramm Q10 täglich behandelt worden. Da diese Dosis die beste Wirkung bei ebenso geringen Nebenwirkungen zeigte, ist nun die Behandlung von weiteren Patienten mit noch höheren Q10-Mengen geplant. In Deutschland gibt es nach Expertenschätzungen etwa 250 000 Parkinson-Patienten. Quelle: Netdoktor.de vom 14.10.2002

Coenzym Q 10 - Mangel durch Cholesterinsenker/Statine!
Als wichtigster Energieträger innerhalb der Zelle gilt ATP (Adenosintriphosphat). ATP benötigt für seine Bildung Protonen aus dem Citronensäurezyklus, die per Q10 übertragen werden.
Über Acetyl-Coenzym A wird unter Mitwirkung des Enzyms HMG-CoA-Reduktase die Vorstufe des Cholesterins und damit verschiedener Hormone (Östrogene, Testosteron) gebildte. Diese Vorstufe ist jedoch gleichzeitig notwendig zur Produktion von Coenzym Q 10 (= Ubichinon) in den Mitochondrien. Ein Energiemangel (ATP-Mangel) ist somit bei der Einnahme von Cholesterin-Synthese-Hemmern (= CSE-Hemmer = HMG-CoA-Reduktase-Hemmer) vorprogrammiert. Die gleichzeitige Einnahme von CoQ- Präparaten ist sicherlich sinnvoll. Inzwischen wurde ein amerikanisches Patent für ein Kombi-Präparat (Statin + Coenzym Q) erteilt.

Coenzym Q 10 als Doping-Mittel?
Denkbar ist - und das empfinden sehr viele Menschen - eine Aktivierung, ein Doping durch Einnahme von Q10-Präparaten. Viele merken eine schnell einsetzende Wirkung: man fühlt sich fitter und leistungsstark. Empfohlene Dosierung: 3 - 10 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Empfehlung: Coenzym Q 10 100mg-Tabletten - zu beziehen z.B. über ZAG.