Diabetes mellitus- modern behandeln




Heute wird die Zuckerkrankheit als sehr komplexe Angelegenheit betrachtet. Der insulinabhängige Diabetiker muss selbstverständlich mit Insulin behandelt werden. Dieser ist schlank und hat kaum noch eine eigene Insulinproduktion.

Die meisten Diabetiker sind normal- oder (etwas) übergewichtig und weisen eine so genannte Insulinresistenz auf. Das heißt, dass das Insulin nicht mehr wirken kann: die Patienten haben erhöhte oder erniedrigte Blutzuckerwerte und einen (schon morgens früh/nüchtern) erhöhten Insulinspiegel. Leider weden die Referenzbereiche für Insulin nicht am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet, sondern anhand einer Referenzgruppe (z.B. Blutspender). Nun kennt man kaum absolut gesunde Blutspender. Das bedeutet, dass der Referenzbereich für einen so wichtigen Wert von einer (teilweise nicht gesunden) Population übernommen wird. Da (fast) alle laborgläubig sind, werden die Werte nicht kritisch hinterfragt. Im täglichen Leben sind jedoch bereits diabetische Spätschäden in einem sehr frühen Stadium der Erkrankung (Glukosetoleranzstörung) nachweisbar. Aber nur hier sind diese reversibel.

Die wichtigste Maßnahme, nach der Diagnosestellung, ist die Überprüfung der Ernährung.

Neue Ernährungsempfehlungen für Diabetiker und Menschen, die keine Diabetiker werden wollen:

Ernährungstipps bei Borreliose und chronischen Erkrankungen

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Abhilfe schaffen moderne Medikamente, z.B. die Glitazone.

Hier erfahren Sie, wie Sie das Demenzrisiko effektiv vermindern können: Demenz

Die Glitazone bewirken eine Verbesserung der Informationsübertragung innerhalb der Zellen. Das körpereigene Insulin kann wieder wirken. Der Blutzuckerspiegel und der HbA1c (Langzeit-Zuckerwert) sinkt. Es konnte gezeigt werden, dass auch langfristig das Demenzrisiko bei Einnahme eines Glitazons deutlich abnimmt. Es liegt sogar unter dem Risiko, das Nicht-Diabetiker haben. Somit haben wir endlich ein Arzneimittel, das gegen die Demenz wirkt - alle sogenannten Antidementiva" haben ja nicht diese Wirkung zeigen können. Ein Präparat dieser Gruppe (Rosiglitazon) ist seit November 2010 nicht mehr im Handel, ein anderes (Pioglitazon, Actos) nur noch für Privatpatienten verschreibungsfähig. - Ein Schelm, wer schlechtes darüber denkt...

Andere Tabletten, die beim Diabetes eingesetzt werden, haben eine schwächere Wirkung auf den Langzeitzuckerwert (HbA1c), ältere Präparate führen zu einer überschießenden Insulinfreisetzung und damit zu einer schnelleren Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse. 

Eine ebenfalls neuere Therapieform stellen die Gliptine (Dipeptidylpeptidase-4-Hemmer, Xelevia, Januvia) und die GLP1-Agonisten (Bydureon) dar, die über eine gewebshormonmodulierende Wirkung sogar zu einer Gewichtsreduktion führen. Die neueste Substanz wird nur einmal wöchentlich subcutan gespritzt und hat eine ausgezeichnete Wirkung bei fast allen Patienten. Der relativ hohe Preis wird aber durch die gute Verträglichkeit kompensiert. Unterzuckerungen (Hypoglycämien, Zuckerschock) treten nicht auf. Eine Wirkung auf die Insulinresistenz ist leider nicht zu erkennen.

Glifozine führen zu einer vermehrten Ausscheidung von Glukose über die Nieren zu einer (leichten) Gewichtsreduktion und zu einer verbesserten Herzfunktion.

Ergänzend sollten Diabetiker Vitamin C (am besten 500-1000mg verestertes Vitamin C, da es besser verwertet werden kann und eine deutlich stärkere Wirkung hat Ester-C), Vitamin E (400 Einheiten), Coenzym Q 10 ( 3-6 mg pro Kilogramm Körpergewicht), Zink (50 mg) - am besten auch Kupfer, wenn die Kupferspiegel erniedrigt sind - und Chrom (100-200ug Chrompicolinat) einnehmen. Chrom ist essentiell für die Funktion des Insulinrezeptors.

Die Antioxidantien sollen einen gewissen Schutz der Zellmembranen bieten. Jedoch fehlen noch eindeutige Studien. Aber viele Wissenschaftler nehmen selber täglich hohe Dosen an Vitaminen ein...

Chrom ist ein sogenannter Glucosetoleranzfaktor und ist auch in Nährlösungen für Diabetiker enthalten.

Die prophylaktische Einnahme dieser Stoffe kann in diabetischen Familien sinnvoll sein, um das individuelle Risiko zu verringern, selber an einem Diabetes zu erkranken.

Regelmäßige Untersuchungen sind erforderlich, da die Symptome einer diabetischen Schädigung nur selten schmerzhaft sind. Die Teilnahme für Diabetiker am "Disease management Programm" (DMP) kann wegen den strukturierten Untersuchungen empfohlen werden.

Es gibt eindeutige Hinweise, dass bestimmte Diabetestabletten (Metformin) zu einer Nervenschädigung führen können. Diese äussert sich in Nervenstörungen an den Füßen (Polyneuropathie), Störungen der langen Bahnen und Veränderungen im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark). Bei langjährig behandleten Diabetikern werden solche Befunde häufig erhoben. Hinzu kommen weitere Folgen, wie Stürze, Knochenbrüche (insbesondere Wirbelkörper und Hüftgelenke), Gedächtnisstörungen bis zur Demenz und Gefäßerkrankungen. Zur Abklärung bedarf es einiger weniger Tests, die sogar zum größten Teil Leistungen der gesetzlichen Kassen sind. Eine individuelle Abklärung ist auf jeden Fall erforderlich. Auch in unserer allgemeinmedizinischen Praxis / Borreliosezentrum können entsprechende Untersuchungen durchgeführt werden.

Vorteilhafte Ergänzungen für den Diabetiker sind insbesondere:
Ester-C,
Vitamin E,
Chrom, Zink

Wegen der bei Diabetes sehr häufigen Gefäßerkrankungen ist eine regelmäßige Oxyvenierung wichtig, die zu einer verbesserten Durchblutung führt. Sogar bei der Maculadegeneration im Gefolge einer diabetischen Netzhauterkrankung können Verbesserungen eintreten.

Oxyvenierung

Gehtraining
Sport (Ausdauer)
Alpha-Liponsäure bei Nervenschmerzen und autonomer Neuropathie (Nervenstörung des Herzens (eingeschränkte Herzfrequenzvariabilität ), Darmtätigkeit verschlechtert, Empfindungsstörung der Füße).


Informieren Sie sich auch über weitere Risikofaktoren:
Homocystein
Lipoprotein(a)
Cholesterin

Eine sehenswerte Dokumentation über die Machenschaften der Zuckerlobby und die Gefährlichkeit von Zucker in Fertiggerichten:
Video "Zuckerlüge"


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